Das eigene Einfamilienhaus ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Eine gute Wohngebäudeversicherung schützt diesen Wert vor den finanziellen Folgen von Feuer, Wasser und Unwetter. Versicherungsexperte Dennis Becker erklärt dir, was die Gebäudeversicherung fürs Einfamilienhaus kostet, was sie absichert und welche Bausteine du wirklich brauchst.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Wohngebäudeversicherung sichert dein Einfamilienhaus gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab.
- Garage, Carport und Nebengebäude sind meist mitversichert.
- Ein Einfamilienhaus mit 120 bis 140 Quadratmetern kostet durchschnittlich 300 bis 500 Euro im Jahr.
- Wichtige Zusatzbausteine sind der Elementarschutz und der Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit.
- Die Versicherungssumme wird meist über den Wert 1914 ermittelt.
Was ist beim Einfamilienhaus versichert?
Die Wohngebäudeversicherung schützt dein Einfamilienhaus vor Schäden durch die klassischen Gefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Versichert ist dabei nicht nur das Hauptgebäude, sondern alles, was fest mit dem Haus verbunden ist. Dazu zählen Mauern, Dach, Heizung, fest verlegte Böden und die sanitären Anlagen.
Kommt es zu einem Schaden, übernimmt die Versicherung die Reparatur oder im schlimmsten Fall den kompletten Wiederaufbau. Damit gehört die Wohngebäudeversicherung zu den wichtigsten Versicherungen, die ein Hausbesitzer haben sollte. Auch die Verbraucherzentrale bezeichnet sie als absolutes Muss für Eigentümer.
Was kostet die Gebäudeversicherung für ein Einfamilienhaus?
Die Kosten hängen von deinem Haus ab, lassen sich aber gut eingrenzen. Eine Gebäudeversicherung für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern gibt es im Basisschutz schon ab rund 18 Euro im Monat. Für ein Haus mit 120 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche zahlst du im Durchschnitt zwischen 300 und 500 Euro im Jahr.
Mit zusätzlichen Bausteinen wie dem Elementarschutz steigt der Beitrag, dafür ist dein Haus deutlich besser abgesichert. Eine ausführliche Übersicht findest du im Ratgeber Gebäudeversicherung Kosten.
Sind Garage und Nebengebäude mitversichert?
In den meisten Tarifen ja. Die Wohngebäudeversicherung deckt grundsätzlich nicht nur das Hauptgebäude ab, sondern auch Nebengebäude und Anbauten. Dazu gehören:
- Garage und Carport
- Gartenhaus und Schuppen
- fest verbaute Terrassenüberdachungen
Achte aber auf die Bedingungen deines Tarifs, denn manchmal sind Nebengebäude nur bis zu einer bestimmten Größe oder Summe mitversichert. Größere Nebengebäude solltest du dem Versicherer immer melden.
Welche Bausteine braucht ein Einfamilienhaus?
Der Grundschutz deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab. Für ein Einfamilienhaus sind aber zwei Zusatzbausteine besonders wichtig:
- Elementarschutz: Er deckt Schäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau und Schneedruck. Mehr dazu liest du im Ratgeber Elementarversicherung.
- Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit: Damit kürzt der Versicherer nicht, wenn dir ein grober Fehler unterläuft. Details findest du im Ratgeber grobe Fahrlässigkeit.
Gerade beim Einfamilienhaus, wo du als Eigentümer das ganze Risiko allein trägst, lohnt sich dieser umfassende Schutz.
Wovon hängt der Beitrag ab?
Warum kostet die Gebäudeversicherung bei zwei ähnlichen Häusern unterschiedlich viel? Das liegt an mehreren Faktoren:
- Wohnfläche: je größer das Haus, desto höher der Beitrag
- Bauartklasse: massive Bauweise ist günstiger als eine Holzkonstruktion
- Lage: in Hochwasser- oder Sturmregionen steigt der Beitrag
- Leistungsumfang: mit Elementarschutz und weiteren Bausteinen wird es teurer
- Selbstbeteiligung: wer einen Eigenanteil vereinbart, zahlt weniger Beitrag
Versicherungssumme richtig ermitteln
Damit du im Schadensfall nicht unterversichert bist, muss die Versicherungssumme zum Wert deines Einfamilienhauses passen. Üblich ist der Wert 1914, aus dem die Versicherung den gleitenden Neuwert berechnet. So ist sichergestellt, dass der Wiederaufbau auch bei gestiegenen Baukosten voll bezahlt wird. Mehr dazu liest du im Ratgeber Versicherungssumme und Wert 1914.
Tipp von Dennis BeckerBeim Einfamilienhaus trägst du das Risiko allein, deshalb solltest du nicht am falschen Ende sparen. Achte auf Elementarschutz und den Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit. Den besten Tarif fürs Einfamilienhaus findest du im Gebäudeversicherung Vergleich.
Häufige Fragen
Was kostet die Gebäudeversicherung für ein Einfamilienhaus?
Ein Einfamilienhaus mit 120 bis 140 Quadratmetern kostet durchschnittlich 300 bis 500 Euro im Jahr. Im Basisschutz geht es ab rund 18 Euro im Monat los.
Was ist beim Einfamilienhaus versichert?
Das Hauptgebäude und alles fest Verbaute, also Mauern, Dach, Heizung und Böden, gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.
Sind Garage und Nebengebäude mitversichert?
In den meisten Tarifen ja, oft bis zu einer bestimmten Summe. Größere Nebengebäude solltest du dem Versicherer melden.
Welche Bausteine braucht ein Einfamilienhaus?
Besonders wichtig sind der Elementarschutz und der Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit.
Wie ermittle ich die Versicherungssumme?
Meist über den Wert 1914, aus dem der gleitende Neuwert berechnet wird. So bist du auch bei gestiegenen Baukosten voll abgesichert.
Fazit
Die Gebäudeversicherung fürs Einfamilienhaus sichert deinen größten Vermögenswert gegen Feuer, Wasser und Unwetter ab. Garage und Nebengebäude sind meist mitversichert. Ein Haus mit 120 bis 140 Quadratmetern kostet durchschnittlich 300 bis 500 Euro im Jahr. Achte auf den Elementarschutz und den Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit, dann bist du rundum geschützt. Einen Überblick über alle Leistungen gibt der Ratgeber Wohngebäudeversicherung.
